Japan: PMI sinkt im Februar auf 50,5 nach 50,7; Industrieproduktion steigt im Januar um 2,0 % nach +3,8 % im Dezember; Yen tendiert fester, Nikkei gibt ab.

Heute bestimmt zunächst der Dreijahrestender der EZB das Marktgeschehen. Das Zuteilungsvolumen wird parallel zu einem neuen Dreimonatstender veröffentlicht. Es ist zu erwarten, dass ein Teil der Geldnachfrage von der kurzen in die lange Laufzeit wechselt, sodass es nicht eins zu eins zu einer Ausweitung der monetären Basis kommt. Dennoch dürfte eine substanzielle, zusätzliche Liquiditätsbereitstellung durch die EZB die Folge sein.

In den USA tritt Fed-Chef Bernanke zu seiner halbjährlichen Anhörung an und am Abend wird der Konjunkturbericht der 12 Notenbankbezirke veröffentlicht. Für Bernanke könnte die Rede zu einer Gratwanderung werden. Zum einen muss er den jüngsten FOMC-Beschluss erläutern und nicht nur die neue Kommunikationsstrategie darstellen, sondern insbesondere die Einschätzung des FOMCs verteidigen, wonach eine Mehrheit der Mitglieder die Nullzinspolitik bis weit ins Jahr 2014 als angemessen ansieht. Zum anderen muss Bernanke zu den jüngst robusten wirtschaftlichen Entwicklungen Stellung nehmen, die langfristig im Kontrast stehen zu der ultralaxen Geldpolitik. In diesem Zusammenhang dürfte es schwer werden, die Sorgen der Volksvertreter vor einer Geldentwertung zu zerstreuen und gleichzeitig die Zinserwartungen und damit auch die Kapitalmarktzinsen niedrig zu halten. Hinweise auf eine neue Runde der mengenmäßigen Lockerungen (QE) wird es unseres Erachtens nicht geben. Der Konjunkturbericht der Fed wird wohl das anhaltende Wachstum und die verbesserte Situation des Arbeitsmarktes herausstellen. Gleichzeitig dürfte auf den durch schwachen Lohnzuwachs gedämpften Preisdruck verwiesen werden. Daneben steht noch die zweite Schätzung des US-BIPs an. Eine Revision des vorläufig gemeldeten Wachstums von ann. 2,8 % gg. VQ wird nicht erwartet. Der Chicago-PMI liefert einen letzten Hinweis auf den ISM-Index. Regionale Industrieumfragen zeigen eine allgemeine Stimmungsverbesserung, allerdings liefern die Subindizes ein gemischtes Bild. Der Chicago-PMI könnte somit entscheidend dafür sein, ob der ISM-Index nochmals zulegen kann, oder ob er sein Niveau lediglich halten wird.

EUR-USD: Die Reaktion des Euros auf den ersten Dreijahrestender war nicht eindeutig. Zunächst belastete die sehr expansive EZB-Politik bis Mitte Januar, letztlich konnte EUR-USD in der Folge aber von der Stabilisierung der Finanzmärkte profitieren. Marktteilnehmer haben die Erwartung einer reichlichen Inanspruchnahme des Tenders zwar teilweise eskomptiert, eine freundliche Tendenz scheint aber auch nach der Zuteilung möglich, denn technisch bleibt der Euro favorisiert und die Zielzone 1,3500/53 hat weiterhin Bestand. Trading-Range: 1,3400 - 1,3553.

Ihr Floor Research

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